Das Kochertal

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An die 200 Meter tief hat sich der Kocher in die Schichtenfolge der Triasgesteine eingeschnitten, bei Ingelfingen bis in die weichen „Röttone“ des Oberen Buntsandsteins, die er auf breiter Front ausgeräumt hat. Steil steigen die Hänge im harten Unteren Muschelkalk zu den Hangverebnungen an, wo die leicht löslichen Gips- und Salzgesteine des Mittleren Muschelkalks längst weggelöst sind. Im Oberen Muschelkalk geht es wieder steil nach oben bis zur Hohenloher Ebene, die mit den weichen Mergel- und Sandsteinen des Lettenkeupers bedeckt ist. Die dicken Kalksteinbänke des Oberen Muschelkalks wurden von den Weingärtnern über Jahrhunderte ausgelesen und zu „Steinriegeln“ aufgehäuft, denen man eine Verbesserung des Mikroklimas in den Weinbergen nachsagt. Die Talaue selbst ist mit Schottern des Kochers aufgefüttert, über denen sandige Auelehme lagern. Diese wurden seit der Rodung der Keuperwaldberge im Hohen Mittelalter durch verstärkte Bodenerosion abgetragen und in den Tälern wieder abgelagert. Ein Lackabzug zeigt diese Lockergesteine. Ausgestellt sind auch Kalksinter und subfossile Muscheln und Schnecken aus den Kochersanden sowie ein Mammut-Stoßzahn aus dem Löss von der Hochfläche über Ingelfingen.

Cröffelbacher Klinge bei Braunsbach nach der veheerenden Sturzflut vom 29. Mai 2016. Panorama Magnus Hagdorn