ARTHROPODEN

Zehnfußkrebse und andere Arthropoden

Der Muschelkalk ist bekannt für seine Zehnfußkrebse. Die Languste Pemphix hat wie die Glypheiden Pseudopemphix, Aspidogaster und Litogaster und der Nephropide Lissocardia verkalkte Panzer und ist deshalb nicht selten, während von den Penaeiden (Garnelen) nur ganz wenige Stücke gefunden wurden. Auch Meeresasseln (Isopoden), Pfeilschwanzkrebse (Limuliden) und die ausgestorbenen Meerhelme der Gattung Halicyne sind im Muschelkalk vertreten, jedoch gleichfalls äußerst selten.

Anders die Schalenkrebse, denn wo sie vorkommen, dann gleich in Massen. Man unterscheidet die

Conchostraken, entfernte Verwandte der Wasserflöhe mit muschelartig zweiteiligem Rückenpanzer, und die winzigen Ostrakoden mit einer zweiklappigen Schale, die den Körper umschließt.

1_Pemphix

Pemphix lebte in Bauen, die er in festen Meeresböden anlegte, als Aasfresser. Die meisten Funde von Zehnfußkrebsen sind Häutungshemden.

4_Ostrakoden

Auch die Ostrakoden sind gute Umweltindikatoren und Leitfossilien. Neben marinen Arten wie der nicht näher bestimmten aus dem Unteren Muschelkalk (oben) zeigen andere wie die Gattung Glorianella (unten) aus dem Ostrakodenton des Oberen Muschelkalks Brackwasser an.

3_Conchostraken

Die Conchostraken lebten im Muschelkalkmeer nur bei geringen Salzgehalten. Deshalb finden sich ihre Reste nur in einigen Tonsteinhorizonten, die Brackwasser anzeigen. Häufig sind sie in manchen Bänken im Lettenkeuper, wie hier Palaeestheria minuta.

2_Isopode

Eine nicht näher bestimmte Meeresassel aus dem Oberen Muschelkalk von Künzelsau.