PLANZEN

Schachtelhalm und Cycaspalmen

In Sümpfen und an Altwassern der ausgedehnten Stromsysteme des Lettenkeupers gedieh eine üppige Vegetation verschiedenartiger Pflanzen, deren kohlige Abdrücke zu Zeiten des Sandsteinabbaus in den Steinbrüchen um Schwäbisch Hall, Neuenstein und Würzburg ans Licht kamen. Mitteleuropa lag zur Zeit der Trias in den Subtropen und war durch die Nähe zum Tethys-Ozean von einem wechselfeuchten Monsun-Klima bestimmt. Charakterpflanzen waren die krautigen Schachtelhalme, besonders der baumgroße Equisetites arenaceus und der kleinere Neocalamites meriani, daneben verschiedene Gruppen der Gymnospermen, der Bärlappgewächse, der Farne und Cycadeen sowie der zu den Blütenpflanzen überleitenden Bennetiteen. Senkrecht im Sandstein steckende Wurzelgeflechte des Schachtelhalmröhrichts, also fossile Böden, belegen, dass diese Sedimente über dem Meeresspiegel abgelagert wurden. Zeitweilig bildeten sich dünne Kohleflöze, nach denen die Formation früher Lettenkohle genannt war. Es gibt allerdings auch Hinweise auf Floren, die eher trockene Standorte bevorzugten.

01_Equisetites

Am Steinkern der Stammsegmente von Equisetites arenaceus werden die Gefäßbündel sichtbar.

02_Equisetites

Für die Erhaltung der Blattscheiden von Equisetites arenaceus sind die Tonsteinlinsen im Lettenkeuper-Sandstein günstiger.

03_Neocalamites

Achse mit wenigen Blattresten des buschigen Schachtelhalms Neocalamites in dunklem Tonstein kohlig erhalten.

04_Lepacyclotes

Sporophylle des Bärlappgewächses Lepacyclotes aus der Albertibank des Lettenkeupers von Öhringen.

05_Danaeopsis

Zu den Farnen gehört auch die großwüchsige Danaeopsis marantacea, von dem zwei Fiedern zu sehen sind.

06_Voltzia

Auf trockeneren Standorten wuchsen baumgroße Nadelhölzer. Im Bild ein beblätterter Zweig von Voltzia.