01. 02. 2026, 11:00 – 12:00 Uhr
Eine lange Geschichte des Kochertals – Kurz zusammengefasst
Wieso fließt der Kocher wie sein Zwillingsfluss, die Jagst, in weitem Bogen von der Alb zum Neckar hin? Wie sind Talmäander und Umlaufberge entstanden? Welche Kräfte schufen Klebe und Klingen? Das Muschelkalkmuseum zeigt an dem großen geologischen Landschaftsmodell, an Grafiken und Bildern, wie und in welchen Zeiträumen unsere Landschaft so geworden ist, wie wir sie heute sehen. Dass sich geologische Prozesse nicht nur langsam abspielen, wissen wir seit den katastrophalen Fluten, die im Mai 2016 nicht nur Braunsbach, sondern viele Gemeinden im Kochertal betroffen haben. Die Führung verdeutlicht am Beispiel unserer Landschaft, dass nichts bleibt, wie es ist.
22. 03. 2026, 11:00 – 12:00 Uhr
In einem Meer vor unserer Zeit. Das Muschelkalkmeer und seine Bewohnerr
In der Triaszeit waren vor 240 Millionen Jahren weite Teile Mitteleuropas von einem subtropischen Flachmeer bedeckt. Der Tethys-Ozean war für gute sechs Millionen Jahre durch enge Meeresstraßen als Muschelkalkmeer nach Norden transgrediert. Unter klimagesteuerten Zyklen lagerten sich Kalke, Dolomit, Anhydrit, Steinsalz und entlang der Küsten Ton- und Sandsteine ab. Wie in heutigen Meeren bot das Muschelkalkmeer seinen Bewohnern unterschiedliche ökologische Nischen. An das Leben in diesen Habitaten waren sie hervorragend angepasst. Das lässt sich an der Form ihrer Schalen und Skelette ablesen, aber auch aus dem Gestein erschließen, das am Meeresboden entstanden ist. Manche Bewohner des Muschelkalkmeers waren sogar in der Lage, einfache Riffstrukturen aufzubauen. Das Muschelkalkmuseum zeigt die ganze Vielfalt dieser Tiere, soweit sie überhaupt als Fossilien erhalten geblieben sind.
20. 09. 2026, 11:00 – 12:00 Uhr
Nothosaurier – Die Top-Beutegreifer im Muschelkalkmeer
Die Trias gilt als die Zeit der Reptilien. In keiner erdgeschichtlichen Epoche war ihre Diversität größer. Nach dem katastrophalen Artensterben am Ende des Erdaltertums erholte sich bis zur Mitte der Triaszeit die Lebewelt weltweit auch in den Meeren. Mit dieser Entwicklung konnten sich Reptilien, die den Weg vom festen Land ins Meer eingeschlagen hatten, an die neuen Verhältnisse anpassen und spezialisieren. Seit über 200 Jahren werden die Saurier des Muschelkalks erforscht. Am Anfang dieser Forschungen standen die Nothosaurier, langhalsige Meeresdrachen, deren Knochen in den Muschelkalkschichten gefunden und im Lauf einer spannenden Forschungsgeschichte enträtselt wurden. Heute wissen wir weit mehr über das Leben dieser Tiere aus triaszeitlichen Ablagerungen der Alpen und aus Süd-China, wo ganze Skelette gefunden wurden.
06. 12. 2026, 11:00 – 12:00 Uhr
Seeigel – Ein spannendes Stück Stammesgeschichte
Die Seeigel sind mit den Seesternen sicher die bekanntesten Stachelhäuter, und manch einer hat mit ihnen beim Baden im Meer schon unliebsame Bekanntschaft gemacht. Seeigel sind aber auch faszinierende Tiere, deren symmetrisch gebaute Skelette wunderschöne Formen bilden. Seeigel haben sich im Lauf ihrer langen Stammesgeschichte an die unterschiedlichsten Lebensräume im Meer angepasst und dabei ihr bestacheltes Skelett für das Leben auf dem Sediment oder im Sediment fit gemacht. Das Muschelkalkmuseum zeigt anhand von ausgezeichneten Stücken einen Querschnitt dieser äußerst vielfältigen Meerestiere durch 400 Millionen Jahre Stammesgeschichte.