ROHSTOFF MUSCHELKALK

Der Muschelkalk liefert wertvolle Roh- und Baustoffe. In Steinbrüchen und Schotterwerken werden die Kalksteine des Unteren und des Oberen Muschelkalks gebrochen und zu Schotter und Splitt sowie zu Blöcken für Landschafts- und Gartengestaltung gebrochen. Besondere Qualitäten wie der Crailsheimer Trochitenkalk, der Fränkische Quaderkalk und der mitteldeutsche Schaumkalk werden als Mauerstein behauen und zu Platten für den Außen- und Innenbereich gesägt und geschliffen. Der Mittlere Muschelkalk mit seinen Eindampfungsgesteinen liefert Gips und Steinsalz. Die Gewinnung von Tripel (Schleif- und Poliermittel) und Erzen aus dem Muschelkalk ist in Deutschland längst aufgegeben worden. In Polen liefert der Erzführende  Dolomit des Mittleren Muschelkalks aber nach wie vor Blei und Zink. Im 19. Jahrhundert betrieb das Fürstenhaus Hohenlohe-Oehringen mit Erfolg Erzgruben im ehemaligen Oberschlesien.

Im Muschelkalksaal empfängt den Besucher die Abformung einer Kluftfläche im Wellenkalk mit der Unteren Schaumkalkbank und der Inszenierung eines Steinmetz-Werkplatzes.

(1) Rohstoffgruppe

Kluftfläche im Wellenkalk und Steinmetz-Werkplatz.

(2) Schotterwerk

Steinbruch mit Schotterwerk.

(3) Werksteinabbau

Abbau von Trochitenkalk-Werkstein.

(4) Steinsalzgruppe

Steinsalz aus dem 40 Meter mächtigen Salzlager der Heilbronn-Formation.

(5) Schalenblende

Schalenblende aus dem Erzführenden Dolomit von Trzebinia (Polen).